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MÄDCHENTREFF

FRAUENZIMMER

SUCHTPRÄVENTIVES NETZWERK



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Suchtpräventives Netzwerk LASS' 1000 STEINE ROLLEN! Mümmelmannsberg

KONZEPT


Stand: 11.04.2005
5. FRAUENZIMMER zurück


FRAUENZIMMER Mümmelmannsberg
Heideblöck 18
22115 Hamburg
FON: 715 55 63, FAX: 7200 77 28
E-Mail:

Postanschrift:
Heideblöck 20 a
22115 Hamburg

Ansprechpartnerin: Heidy Thieme

Öffnungszeiten: Montags 10 bis 13 Uhr Nähgruppe,
Dienstags 14 bis 16 Uhr und Donnerstags 14 bis 17 Uhr Beratung.


Weitere Beratung und Veranstaltungen nach Vereinbarung.

Das Frauenzimmer ist die einzige Einrichtung in Mümmelmannsberg, die ausschließlich Frauen zur Verfügung steht. Dadurch können die Frauen hier im geschützten Rahmen, in einem männerfreien Raum, über ihre Sorgen und Probleme frei reden. Sie können sich ihre Räume nach eigenen Wünschen und Vorstellungen gestalten.

Das Frauenzimmer ist etwa 55 qm groß. Es besteht aus einem großen Raum, einem kleinen Flur, einer kleinen Küche und einem Toilettenraum. Der gepflasterte Eingangsbereich wird auch als Terrasse genutzt. Es gibt einen behindertenfreundlichen Zugang. Leider liegen die Räume versteckt im Souterrain eines Wohnhauses. Es kommt auch immer wieder zu Konflikten mit darüber wohnenden Mietern.

Personal und Sachmittel werden aus dem Projekt "LASS '1000 STEINE ROLLEN!" finanziert. Neben der hauptamtlichen Kraft gibt es Honorarkräfte und ehrenamtliche Mitarbeit.


 
5.1 Zielgruppe nach oben

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Frauen aus Mümmelmannsberg. Alleinerziehende Frauen mit Kindern, insbesondere auch Mütter von Mädchen, die den Mädchentreff besuchen. Besonders suchtgefährdete Frauen. Frauen mit Migrationshintergrund. Diese haben zunächst auch ähnliche Sorgen, wie deutsche Frauen. Darüber hinaus gibt es oft besondere, vom Status abhängige Probleme, wie z.B. mit der Aufenthaltserlaubnis oder der Duldung, Sprachprobleme, oder Schwierigkeiten mit der Rolle von Mann und Frau.


 
5.2 Ziele nach oben

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- Primäre Suchtprävention auf dem Hintergrund von weiblicher
  Sozialisation und Lebensrealität

- Unterstützung von Frauen und ihrer Familien bei der Bewältigung
  von schwierigen Lebenssituationen

- Gleichberechtigte und aktive Teilnahme von Frauen am sozialen,
  gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben.

- Stärkung des Selbstbewusstseins, des Selbstwertgefühls,
  des Durchsetzungsvermögens

- Stärkung suchtpräventiver Persönlichkeitsmerkmale

- Ermutigung zur Eigeninitiative

- Steigerung sozialer Kompetenz,

- Förderung von Toleranz,

- Gleichberechtigte und aktive Teilnahme von Frauen


 
5.3 Angebote nach oben

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Niedrigschwelliges, offenes Angebot durch das Frauenfrühstück. Hier können Frauen unverbindlich vorbeischauen und sich auf Wunsch beraten lassen. Mit einer offenen Angebotsstruktur, in Gruppen für Frauen mit Kindern, durch Suchtpräventions-, Kultur- und Informations- Veranstaltungen und durch den offenen Bereich, insbesondere das Café als Treffpunkt für Frauen. Durch gezielte Beratung soll den Nutzerinnen mehr Selbstbewusstsein gegeben und Handlungskonzepte ermöglicht werden. Wie in allen anderen Projekten gelten auch hier die Regeln der 1000 Steine:

· Keine Drogen/Alkohol im oder am Körper während
  der Projektnutzung
· Keine Gewalt, keine Androhung von Gewalt
· Keine/r hat mehr Rechte als die/der andere

Kommt eine Frau während der Öffnungszeiten in angetrunkenem Zustand, wird mit ihr ein Termin vereinbart, an dem sie nüchtern ist.
Um Alternativen zu zeigen, werden immer mal wieder im Rahmen von Stadtteilfesten leckere alkoholfreie Drinks ausprobiert.

5.3.1 Gruppenangebote

Frauen mit Kindern. Hier können Kinder unter Anleitung in einer geschützten Umgebung ihre künstlerischen und kreativen Fähigkeiten ausprobieren und ihre Sprache entwickeln, während die Mütter Gelegenheit haben, sich untereinander auszutauschen oder bei Bedarf Unterstützung zu holen.

5.3.2 Räume

Bei Bedarf können Frauen die Räume in Eigenverantwortung nutzen und selbst Veranstaltungen oder Selbsthilfegruppen organisieren.

5.3.3 Veranstaltungen

Immer wieder werden Veranstaltungen mit Fachfrauen als Referentinnen zu unterschiedlichen Themen wie z.B. zur Gesundheitsvorsorge, zu gesunder Ernährung oder auch zu Erziehungsfragen etc. durchgeführt.

5.3.4 Workshops

Zu unterschiedlichen Themen werden Workshops angeboten. Z.B. zum Thema Typ und Stilberatung. Hier geht es in vorderster Linie um die Hervorhebung der Stärken der Frauen und um die Stärkung des Ichs. Durch Rückenschulung soll Problemen mit der Wirbelsäule vorgebeugt werden und die Alternative zu Schmerzmitteln aufgezeigt werden. Mit Atem - Meditation und Malen sollen Frauen ermutigt werden, sich eine Auszeit zu nehmen, gezielte Entspannung zu lernen und ihre kreativen Potentiale zu entdecken. Zur Zeit wird gemeinsam mit Menschen aus dem KOMM an einem Plan gebastelt, mit Frauen aus unterschiedlichen Ländern ein internationales Kochbuch zu gestalten. Hier wird Kommunikation gelernt, Toleranz geübt und Anerkennung beim Kochen erlebt.

5.3.5 Beratung / Einzelfallhilfe

Durch den niedrigschwelligen Ansatz ist es möglich, Frauen in besonderen Lebenslagen intensiv zu beraten. Dabei werden Sie bei auftauchenden Problemen, wie z.B. bei Erziehungsfragen, Partnerschaftsproblemen, bei Schulden und bei Schwierigkeiten mit Behörden, unterstützt. Dabei ist die Beratung im Frauenzimmer ebenso vorgesehen, wie Hausbesuche oder Begleitung. Bei Fragen zu Suchtthemen bei sich oder in der Familie bieten wir den Frauen persönliche Hilfe an und ggf. leiten wir sie an entsprechende Beratungsstellen weiter. Handelt es sich um Kinder oder Jugendliche findet eine Verknüpfung zum Musikbereich oder zum Mädchentreff statt.


 
5.4 Vernetzung und Kooperation nach oben

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Vernetzung des FRAUENZIMMER Mümmelmannsberg mit anderen Einrichtungen findet auf verschiedenen Ebenen statt: Die Kooperation im Stadtteil findet über das Suchtpräventive Netzwerk LASS' 1000 STEINE ROLLEN! Mümmelmannsberg in den Gremien statt. Das FRAUENZIMMER beteiligt sich an übergreifenden Projekten und sieht in der Stadtteilorientierung eine wesentliche Grundlage der Arbeit.

Die Mitarbeit in örtlichen Gremien und Arbeitsgruppen ist Voraussetzung für eine solche Arbeit. Mit den anderen Einrichtungen im Stadtteil werden darüber hinaus konkrete Absprachen für den spezifischen Frauenbereich getroffen. So werden viele Aktionen und Veranstaltungen in Kooperation mit anderen gestaltet. Insbesondere zum KOMM, einem Treffpunkt von Menschen unterschiedlichster Nationalitäten besteht eine enge Zusammenarbeit. In dieser Zusammenarbeit soll insbesondere die frauenspezifische Suchtpräventionsarbeit im Stadtteil gestärkt werden.
Auf der Ebene des Vereins gibt es eine gut entwickelte Zusammenarbeit der Mitarbeiterinnen. So wird z.B. seit mehreren Jahren eine Mädchenwoche unter dem Titel "Herbstflimmern" gemeinsam veranstaltet.
Projektintern besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Mädchentreff und dem Musikbereich. Vernetzung findet über regelmäßig stattfindende Teamsitzungen und gemeinsame Projekte und Aktionen statt. (Siehe z.B.: "MädchenZone")


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